Über uns


Silke



...und warum soll es nun gerade Afrika sein?

Wegen der Elefanten und des Sternenhimmels.
O.k., natürlich gibt es noch etliche andere Dinge, die mich an diesem Kontinent faszinieren –
fremde Kulturen, die Natur, die Weite,... all das gehört für mich zusammen.

Ursprünglich bin ich aber durch meine Vorliebe für Elefanten dort gelandet: 

Nachdem ich einige Teile des südlichen Afrikas auf kürzeren Reisen kennengelernt hatte, wollte ich unbedingt mal eine ca. 2-jährige Tour durch Afrika machen. Als ich dann 2002 aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Reisebranche (ich habe einige Jahre als Reiseverkehrskauffrau gearbeitet) eine 6-monatige Auszeit genommen habe, hätte ich am Liebsten in einem Elefantenwaisenhaus ausgeholfen. Ich hatte über die Arbeit von Daphne Sheldrick und den David Sheldrick Wildlife Trust in Kenia gelesen und war begeistert.

               

Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass dort keine Helfer auf Zeit eingesetzt werden können, da die kleinen Dickhäuter sich so sehr an ihre Pfleger gewöhnen, dass sie den Trennungsschmerz bei Abreise kaum überleben würden. Das war natürlich nicht das, was ich wollte.

So schrieb ich also alle möglichen Organisationen an, weil ich in irgendeiner Form "etwas Gutes" tun wollte. Auch hier gab es nichts als Absagen. Außer "Sie können gern eine Patenschaft übernehmen" oder horrend teuren Workcamps, in denen man beim Bau einer Schule hilft und dafür Tausende von Euro zahlen muss, kamen keinerlei Angebote. Also beschloss ich, erst einmal nach Kapstadt zu fliegen und vor Ort ein wenig herumzureisen. Über Umwege landete ich schließlich für einen Monat in Montgomery Heights, einem Kinderheim in Zimbabwe. Diese vier Wochen haben mein Leben und meine Denkweise sehr verändert, und so zog und zieht es mich immer wieder dorthin.

Trotzdem ist mein Traum, das restliche Afrika oder zumindest große Teile davon einmal ganz ohne zeitliche Einschränkungen zu bereisen immer noch aktuell. Und nachdem ich jahrelang vergeblich nach jemandem gesucht habe, der diese verrückte Tour mit mir in Angriff nimmt, wollte ich die Suche schon aufgeben und notfalls alleine losreisen. Da lief mir Micha über den Weg, und aus meiner Begeisterung für Afrika und seiner Leidenschaft für's Fahrradfahren wurde "Per Fahrrad nach und durch Afrika".

      
      

Wenn ich an Steine werfende Kinder in Äthiopien, die zu überquerenden Gebirge und Krankheiten im weitesten Sinne (dazu zählen auch der schmerzende Hintern und die brennende Sonne) denke, habe ich schon ein mulmiges Gefühl. Aber ich freue mich darauf, täglich neue Dinge zu entdecken, auch mal schwierige Situationen zu meistern, neue Länder und Menschen kennenzulernen, mich fast ausschließlich draußen aufzuhalten und alles hautnah zu erleben. Abends total kaputt aber zufrieden in meinen Schlafsack zu kriechen, die Freiheit, jeden Tag aufs Neue entscheiden zu können, wie, ob und wohin es weitergeht, diese unendliche Weite und den phänomenalen Sternenhimmel Afrikas wiederzuentdecken, "meine" Kinder in Zimbabwe wiederzusehen und Micha mit afrikanischen Elefanten bekannt zu machen, ...

Das ist zwar noch längst nicht alles, sollte aber für's Erste reichen.


Also: auf nach Afrika!